Lese- Rechtschreibstörung / Legasthenie

Eingetragen bei: Lerntherapie | 0

Der Schriftsprachenerwerb ist ein vielschichtiger Prozess, bei dem viele Faktoren zusammenwirken müssen, um erfolgreich durchlaufen zu werden. Da jedes Kind ganz eigene Voraussetzungen und Fähigkeiten mitbringt, sind auch die Zugänge zur Schriftsprache individuell unterschiedlich.

Statistisch gesehen sitzen in jeder Klasse Kinder, die auf ihrem Lernweg zum Schreiben und/oder Lesen ungenügend voranschreiten.
Grund hierfür können „Stolpersteine“ unterschiedlichster Art sein:
– Mangelnde phonologische Bewusstheit (Wissen um die Lautstruktur der Sprache mit der Fähigkeit, Laute sicher zu unterscheiden, einzelne Laute aus Silben und Wörtern herauszuhören, Laute zu Silben und Wörtern zusammenzusetzen, Sprache durch Silben zu rhythmisieren, Reime erkennen….)
– Wahrnehmungsprobleme (auditiv, visuell)
– Probleme mit den Augen (Winkelfehlsitigkeit, Unregelmäßigkeiten bei den Blicksprüngen….)
– Graphomotorische und/ oder Körperhaltungsprobleme
– Lateralitätsprobleme und Kreuzdominanz
– Geringe Aufmerksamkeitsspanne und vieles mehr
Unter dem Druck, Lesen und Schreiben lernen zu müssen, entwickeln viele Kinder Ersatzstrategien, um das Geforderte dennoch zu erreichen. Diese Ersatzstrategien verlangen vom Kind einen erheblichen Mehraufwand, der aber in der Regel nicht ans gewünschte Ziel führt (z.B. einen Text auswendig zu lernen anstatt zu lesen).
Folgen sind beispielsweise Frustration, Leistungsverweigerung, negative Selbstattributierung („Ich bin doof!“) und mangelnde Selbstwirksamkeitserwartung…. Und lassen auch das Familien- und Lernumfeld nicht unberührt.